Wir beschweren uns oft darüber, wenn etwas nicht authentisch ist. Aber ich vermute, was wir eigentlich nicht gut finden ist, wenn etwas in sich inkonsistent ist. Wenn ein Musiker auf dem Artist-Foto eine Flying V-Gitarre in der Hand hält und dann seichten 4/4-Pop macht, dann ist das eher inkonsistent. Und wenn er aufpolierte Social Media-Auftritte pflegt, aber die Musik-Produktionen nicht halten, was die Social Media-Auftritte versprechen, dann ist das auch inkonsistent. Es ist nicht nur inkonsistent, sondern es riskiert das Vertrauen des Publikums zugunsten der kurzfristigen Aufmerksamkeit.
Das sind offensichtliche Beispiele, doch wir Menschen spüren noch subtilere Dinge, die nicht passen. Kleine Verhaltensweisen, kleine Anzeichen, die uns vermuten lassen, dass etwas nicht stimmt. Ich denke, insbesondere Musiker und Künstler entwickeln ein Gespür dafür. Und es verleitet die, die ihr eigenes Musikprojekt aufbauen zu der Annahme, dass sie daher komplett authentisch sein müssen. Doch Vorsicht: Es ist nicht zwingend gut, sein privates Leben auf die Bühne zu stellen und alles mit der Welt zu teilen. Es mag vielleicht sogar nicht hilfreich sein.
Authentisch zu sein bedeutet nicht, dass du nicht eine Rolle spielen kannst. Im Gegenteil: Was es magisch macht, ist, wenn eine Künstlerin eine außergewöhnliche Rolle einnimmt. Wie eine Superheldin in einem Film. Denn dann kann sie das Zepter in die Hand nehmen und uns dahin führen, wo wir noch nicht waren. Sie kann unsere Aufmerksamkeit kunstvoll auf etwas richten, was uns sonst normal erscheint, sodass wir es in einem neuen Licht sehen.
Es geht bei Authentizität vielmehr um die Konsistenz, die Beständigkeit der eingenommenen Rolle. Denn neben der Musik nimmt das Publikum alle Verhaltensweisen, Feinheiten und kleinen Anzeichen über längere Zeit wahr. Tag für Tag. Woche für Woche. Jahr für Jahr. Und wenn die Künstlerin in allem was sie tut stets konsistent ist, entwickelt sich über die Zeit beim Publikum ein Set aus Geschichten, Erinnerungen und damit verbundenen Erwartungen. Erwartungen, die die Künstlerin dann immer wieder erfüllen kann. Und was sich dadurch formt, ist eine Artist Identity. Eine Brand, von der wir wissen, was wir erwarten können, weil sie seit jeher hält, was sie verspricht.
Das sind offensichtliche Beispiele, doch wir Menschen spüren noch subtilere Dinge, die nicht passen. Kleine Verhaltensweisen, kleine Anzeichen, die uns vermuten lassen, dass etwas nicht stimmt. Ich denke, insbesondere Musiker und Künstler entwickeln ein Gespür dafür. Und es verleitet die, die ihr eigenes Musikprojekt aufbauen zu der Annahme, dass sie daher komplett authentisch sein müssen. Doch Vorsicht: Es ist nicht zwingend gut, sein privates Leben auf die Bühne zu stellen und alles mit der Welt zu teilen. Es mag vielleicht sogar nicht hilfreich sein.
Authentisch zu sein bedeutet nicht, dass du nicht eine Rolle spielen kannst. Im Gegenteil: Was es magisch macht, ist, wenn eine Künstlerin eine außergewöhnliche Rolle einnimmt. Wie eine Superheldin in einem Film. Denn dann kann sie das Zepter in die Hand nehmen und uns dahin führen, wo wir noch nicht waren. Sie kann unsere Aufmerksamkeit kunstvoll auf etwas richten, was uns sonst normal erscheint, sodass wir es in einem neuen Licht sehen.
Es geht bei Authentizität vielmehr um die Konsistenz, die Beständigkeit der eingenommenen Rolle. Denn neben der Musik nimmt das Publikum alle Verhaltensweisen, Feinheiten und kleinen Anzeichen über längere Zeit wahr. Tag für Tag. Woche für Woche. Jahr für Jahr. Und wenn die Künstlerin in allem was sie tut stets konsistent ist, entwickelt sich über die Zeit beim Publikum ein Set aus Geschichten, Erinnerungen und damit verbundenen Erwartungen. Erwartungen, die die Künstlerin dann immer wieder erfüllen kann. Und was sich dadurch formt, ist eine Artist Identity. Eine Brand, von der wir wissen, was wir erwarten können, weil sie seit jeher hält, was sie verspricht.
Damit die Rolle in sich konsistent bleibt, braucht es einen Richtstern. Es braucht eine zugrundeliegende Idee, für wen du das alles machst und wieso du das alles machst. Es geht um das Set an Werten und die Grundhaltung, die zusammen die Rolle führen, die du spielst. Deine Musik, die Fotos, die Videos – all das spricht dann die konsistente Sprache dieser übergreifenden Ideen.
Ein spannender Test für eine gute Artist Identity ist die Übertragbarkeit: Wir haben eine grobe Idee, wie das nächste John Mayer Album klingen könnte. Doch darüber hinaus haben wir vielleicht sogar eine Vorstellung davon, wie ein John Mayer-Sneaker aussehen könnte, ein John Mayer-Auto oder sogar eine John Mayer-Hauptspeise. Es klingt verrückt, aber es ist so. All das können wir, weil er seit Jahren konsistent ist und sich über die Zeit eine Artist Identity geformt hat – aus Erinnerungen, Geschichten und damit verbundenen Erwartungen, die wir auf Neues projizieren können.
Oder um im Bild der Superhelden zu bleiben: Batman bleibt immer Batman. Nur die Abenteuer und damit verbundenen Herausforderungen sind jedes Mal anders. Und weil wir wissen, wer Batman ist und wofür er steht, wissen wir auch, wie sein Batmobil aussieht.
Wichtige Fragen sind:
- Für wen ist deine Artist Identity?
- Für was die Artist Identity da?
- Durch welche Tür und wohin führt sie uns?
- Was sind die wichtigen Werte und Themen?
Oder: Wofür steht deine Superheldin?
Ich hoffe, dass dieser Beitrag hilfreich für deine kreative Arbeit ist. Schreib mir gerne deine Gedanken an birk@hey.com. Wenn du eine Person kennst und überzeugt bist, dass dieser Beitrag ihr helfen kann, teile ihn gerne mit ihr. Danke dir!
All the best
Birk